Aus dem Gemeinderat

Ehrung von André Heim
Wie in der Presse bereits angekündigt, wurde der Wilderswiler Bürger André Heim im Rahmen des Dorffestes am 31. Juli 2019 für seine grossen Erfolge als Eishockeyspieler des SC Bern geehrt. Die Wilderswiler Bevölkerung würdigte seine Erfolge mit zahlreicher Anwesenheit. Nach der Autogrammstunde wurde für die Kinder ein von André Heim signierter Originalpuck verlost. Als glücklicher Gewinner konnte Lorenz Heimann den Puck aus den Händen des Schweizer Meisters in Empfang nehmen.

128647 Andre Heim
André Heim und Lorenz Heimann.

Neuzuzügerabend
Mitte August wurden die Zuzügerinnen und Zuzüger der letzten zwölf Monate zu
einem Willkommensabend eingeladen. Nach einer interessanten und geführten Besichtigung der alten Mühle wurden die neuen Gemeindebürger offiziell in Wil­derswil be­grüsst und zu einem Apéro mit feinem Walliser Raclette in der Schmidmatta eingeladen.

128647 Gruppenbild
Gruppenbild der Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger, Foto Thomas Zumbrunn.

Mit dem anschliessenden sehr spontanen Auftritt der Ad-hoc-Kapelle um Kurt Wyss konnte den neuen Gemeindebürgern zudem eine schöne Überraschung geboten werden.

128647 Kapelle
Ad-hoc-Kapelle von Kurt Wyss.

Verschiedenes
  • Der Rahmenkredit für den Strassenunterhalt der Jahre 2014–2018 wurde mit einer Unterschreitung von knapp 83’000 Franken genehmigt.
  • Zur Anschaffung eines Aufbausalz­streuers für das Kommunalfahrzeug Aebi KT65 wurde ein Nachkredit von 22’000 Franken gesprochen.
  • Folgende Baubewilligungen wurden in den letzten Wochen durch die zuständigen Instanzen erteilt:
Vreni Balmer, Kirchgasse 54, Einbau Küchenfenster Westfassade
Roger Bühler und Stefan Herrmann, Aegertzaunstrasse 23 und 25, Fassaden­verkleidung Westseite
Comprisi AG, Schulgässli 2 und 2a, Umnutzung von vier Wohnungen zu kurzzeitiger Vermietung an Touristen
Einwohnergemeinde Wilderswil, Industriestrasse/Gewerbezone Flugplatz, Ausbau Rollweg zu Detailerschliessungsstrasse
Einwohnergemeinde Wilderswil, Oberdorfstrasse, Anpassung Grundstückzufahrt an Gemeindestrasse (nachträgliches Baugesuch)
Niklaus Zenger, Mittelweg 13a, Neubau Werkgebäude mit Bürotrakt und Betriebsleiterwohnung.


Gemeindeverband Forst Lütschinentäler

Borkenkäfersituation in den ­Lütschinentälern, August 2019
Die verschiedenen Stürme, die in den letzten zwei Jahren über das Oberland fegten, brachten im Revier des Forsts Lütschinentäler ca. 12’000 m3 Sturmholz. Danach folgten die trockenen und warmen Monate. Die Sturmschäden wurden so gut wie möglich behoben, leider war trotzdem genug Brutmaterial für den Borkenkäfer vorhanden. Dieser entwickelt sich nun in diesem Sommer sehr stark und befällt stehende Fichten in unserer Region, diese sind an der bräunlichen Farbe gut zu erkennen.
Wir erleben eine starke Borkenkäferplage und wir haben bis jetzt ca. 1400 Käfer­bäume gefällt. Bis gegen Ende Jahr rechnen wir mit ca. 2000 Käferbäumen im Revier. Diese können in unseren wichtigen Schutzwäldern nicht stehen gelassen werden, da sich dadurch der Buckdrucker (Borkenkäfer) immer stärker ausbreitet und auch gesunde Fichten befällt. In einer ersten Phase werden nur die geschwächten Fichten befallen.
Ebenfalls sterben verschiedene Bäume wie Buchen und Weisstannen bedingt durch den Trockenstress ab. Sie bieten Nahrung für weitere Schädlinge.
In den stark gefährdeten Waldteilen machen wir alle zwei Wochen Kontrollen. Dabei ­erfassen wir die Käferbäume und diese werden darauf durch uns gefällt.
Grosse Teile dieser Bäume bleiben im Wald liegen und werden mit dem Eder (Schälgerät) entrindet, damit die Buchdrucker absterben oder keine Nahrung haben.
Aus diesen Gründen werden alle regulären Schutzwaldpflegen auf später verschoben.
Da der Holzmarkt mit Käferholz überschwemmt wird, können nur wenige Kubikmeter abgesetzt werden. Einziger Lichtblick sind die grossen Heizwerke in der Region: Diese nehmen Käferholz auf und wandeln das Holz in Wärmeenergie um.
Beim Forst Lütschinentäler sind bis zu zehn Forstwarte mit der Borkenkäferbekämpfung beschäftigt. Zusätzlich wurden Arbeitskräfte aus verschiedenen Unternehmen ausgemietet.
Wir möchten uns bei den Forstwarten für ihren Einsatz bedanken. Von allen erfordert die Arbeit bei diesen warmen Temperaturen mit Helm, Schnittschutzhosen, Handschuhen und Motorsäge körperliche Höchstleistung.
Der Kanton Bern unterschützt die Borkenkäferbekämpfung im Schutzwald mit Beiträgen.
Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.
Aufruf an die Privatwaldbesitzer:
  • Kontrolle des Privatwaldes auf Schadbäume
  • Diese Bäume umgehend fällen und entrinden
  • Aufnahme der Brusthöhendurchmesser und Meldung an Förster
  • Der Förster rechnet mit dem Kanton die Forstschutzmassnahmen ab
  • Das Geld wird an den Privatwaldbesitzer überwiesen.

Biologie der Buchdrucker (Borkenkäfer)
Flug der Käfer ab ca. 16˚ C, Männchen und Weibchen befallen die Fichten.
Die Eier werden unter die Rinde gelegt.
Je nach Wärme dauert die Entwicklung zu einem ausgewachsenen Käfer 7 bis 12
Wochen.
In unseren Regionen gibt es meistens eine Generation, ganz selten wird in tiefen Lagen eine zweite Generation entdeckt.
Von einem einzigen Weibchen können 80 junge Buchdrucker entstehen.

128571f Foto GemInfo Forst Luetschinentaeler