Aus dem Gemeinderat

Im Zeichen von Baugeschäften
Sanierung Dorfgasse mit Werkleitungen
In der Dorfgasse Goldswil verläuft die Schmutzabwasserleitung auf einer Länge von knapp 200 Meter direkt unter dem eingedolten Dorfbach. Gemäss den im Rahmen des GEP durchgeführten Kanalfernsehaufnahmen sind die Fugen der Schmutzabwasserleitung (Betonrohre) undicht. Die Leitung wurde deshalb mehrheitlich der Schadenklasse 1 (Sanierung innert 1–2 Jahren) zugeordnet. Da auch die Bachsohle (gepflasterte Natursteine) nicht dicht ist, findet vermutlich ein Wasserübertrag vom Bach in die Abwasserleitung statt (Ex-/Infiltration). Jedenfalls erklären sich damit die hohen Fremdwasser-Messwerte in der Dorfgasse (30 respektive 60 Liter in der Minute).
Eine ganzheitliche Sanierung der Abwasserleitung und teilweise auch des eingedolten Dorfbachs drängt sich deshalb seit längerer Zeit auf. Die Umsetzung dieses nicht ganz einfachen Projekts wurde in der Vergangenheit jedoch immer wieder verschoben.
Die Mätzener & Wyss Bauingenieure AG wurde mit der Ausarbeitung eines Vorprojekts beauftragt. Das Ergebnis liegt nun vor. Es umfasst folgende Hauptbestandteile:
• Neubau Schmutzabwasserleitung mit einer Länge von 192 Meter inkl. Ersatz Hausanschlussleitungen im Strassenbereich
• Sanierung best. Schmutzabwasserleitung mit Inliner, Länge von 31 Meter
• Ersatz best. Grauguss-Trinkwasserleitung durch eine neue Leitung Länge von 235 Meter inkl. Hydranten Ersatz und Ersatz Hausanschlussleitungen im Strassenbereich
• Teilsanierung Abdeckungen Dorfbach-Eindolung
• Ergänzung bestehende Kabelrohranlage Elektrizität
• Optimierung Strassenentwässerung (Belagsrinne entlang Dorfbach, zusätzliche Einlaufschächte, Verbesserung Quergefällsverhältnisse)
• Sanierung Strassenoberbau im gesamten Projektperimeter.
Der Gemeinderat hält fest, dass die Notwendigkeit der Sanierung unbestritten ist.
Da es sich aber um eine umfassende Sanierung mit entsprechend hohen Kosten von über einer Million Franken handelt, sind noch Fragen der Etappierung zu klären, um eine bessere Finanzverträglichkeit für die Gemeinde zu erhalten. Der Gemeinderat beabsichtigt, das Geschäft an der Gemeindeversammlung vom November 2017 zu behandeln.

Baugeschäfte

Der Gemeinderat vergab die Sanierungsarbeiten des Balkongeländers beim Gemeindehaus Goldswil an:
Holzbauarbeiten: Frutiger Holzbau AG, Ringgenberg
Malerarbeiten: Moreno Montagen, Goldswil
Gerüstarbeiten: Scheidegger Gerüstbau AG, Unterseen.
Die Baumeisterarbeiten für eine Teilstreckensanierung beim Härdiggräbli in Goldswil wurden an die Samuel Zurbuchen AG, Baugeschäft Ringgenberg, vergeben.
Die Arbeiten an der Detailerschliessungsanlage Schürmatta schreiten voran. Die Blocksteinmauer beim zukünftigen Wendehammer ist erstellt, die Betonsockel wie auch die Werkleitungsarbeiten im Fussweg Schürmatta – Kesslergasse sind in Arbeit. In den nächsten Wochen ist geplant, eine private Hauszufahrt fertigzustellen, die Mauer bei der Kantonsstrasse zu erstellen und die Belagsarbeiten bis zum Wendehammer vorzunehmen.
Das neue Reglement über die Mehrwertabgabe wurde vom Gemeinderat nochmals bereinigt und genehmigt. Das Reglement wird der Gemeindeversammlung zur Genehmigung unterbreitet.

Personal
Hauptschulleiterin Caroline Stähli, welche seit dem 1. August 2008 an der Schule Ringgenberg tätig ist, hat per Ende Schuljahr 2017 ihre Anstellung gekündigt. Sie wird ab August 2017 die Nachfolge von Bernhard Häsler, Schulinspektor, übernehmen. Die Stellenausschreibung wurde bereits vorgenommen. Der Gemeinderat bedauert die Kündigung, war Caroline Stähli doch äusserst versiert und engagiert tätig für die Schule. Aus einem anderen Sichtwinkel gönnt man Caroline Stähli aber die Neuberufung sehr.
Bauamt-Stellvertreter Hans Ueli Heimberg durfte kürzlich das 25-Jahre-Dienstjubiläum feiern. Der Gemeinderat dankt auch an dieser Stelle dem treuen Mitarbeiter für sein grosses Engagement für die Gemeinde.
Eidgenössisches Armbrustschützenfest 2019 in Ringgenberg
Die Armbrustschützengesellschaft Ring­gen­berg plant, im Juli 2019 das eidgenössische Armbrustschützenfest in Ringgenberg durchzuführen.
Das Fest soll vom 11. bis 21. Juli 2019 stattfinden, wo ungefähr 1000 Armbrustschützen mit ihren Familien erwartet werden. Ein
Grossanlass!

Das ehrt auch die politischen Würdeträger des Dorfes!
Es ist ein Fest, bei dem das fröhliche Miteinander mindestens genau so viel zählt wie das sportliche Gegeneinander; ein Fest, bei dem man sich trifft, Erinnerungen auffrischt und neue Freundschaften schliesst; ein Fest, an dem jeder willkommen ist. Gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit, in der die Verständigung unter den Generationen manchmal schwierig ist und der Erhalt von Traditionen besondere Sorge verlangt, können Gemeinschaften wie jene der Armbrustschützinnen und Armbrustschützen gar nicht hoch genug geschätzt werden.
Die Organisation eines so grossartigen Festes erledigt sich natürlich nicht von selbst, sondern ist mit sehr viel Arbeit verbunden. Ohne engagiertes Organisationskomitee sowie die vielen notwendigen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wäre die Durchführung einer solchen Veranstaltung nicht zu stemmen.
Der Gemeinderat gratuliert der Armbrustschützengesellschaft zum Mut und sichert ihr die Unterstützung der Gemeinde zu.